Innenministerium

Polizeiliche Vorbereitungsmaßnahmen für Silvesternacht

Auf Grund der gesammelten Erfahrungswerte aus der Halloweennacht in Linz gab Innenminister Gerhard Karner die Ausarbeitung entsprechender Einsatzkonzepte für die Silvesternacht in Auftrag.

"Ich habe nach der Halloweennacht den Bundespolizeidirektor mit der Analyse der bestehenden Einsatzkonzepte beauftragt. Die Landespolizeidirektoren haben auf dieser Grundlage intensive Vorbereitungsmaßnahmen für die Silvesternacht getroffen", sagte Gerhard Karner. "Wer sich nicht an die Grundregeln für ein friedliches Zusammenleben hält, muss mit Konsequenzen rechnen", so der Innenminister weiter.

Sensibilisierung bei der Beurteilung der Sicherheitslage

Die Silvesternacht ist für die Exekutive eine fordernde Nacht mit vielen Einsätzen und stellt die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Die zu bewältigenden Aufgaben reichen von häuslicher Gewalt bis hin zu Ausschreitungen im öffentlichen Raum. Ebenso im Fokus stehen die Vorfälle und Krawalle in der Silvesternacht von 2020/2021, in der eine Vielzahl von Sachbeschädigungen verübt wurden und die Polizei mit pyrotechnischen Gegenständen attackiert wurde. Auf Grund dessen und unter Berücksichtigung der Ausschreitungen in der Halloweennacht kam es zu einer weiteren Sensibilisierung hinsichtlich der Beurteilung der Sicherheitslage für die Silvesternacht.

1.000 Polizisten zusätzlich im Einsatz

Innenminister Gerhard Karner beauftragte Bundespolizeidirektor Michael Takacs und die neun Landespolizeidirektoren mit der Ausarbeitung entsprechender Maßnahmen, um für die Silvesternacht vorbereitet zu sein. Erfahrungswerte auf Grund der Einsätze in den letzten Jahren und vor allem die Erfahrungen der Halloweennacht in Linz wurden in den Einsatzkonzepten für die Silvesternacht berücksichtigt. Eine entsprechende Anpassung der zu treffenden Maßnahmen erfolgt auf die jeweiligen spezifischen Gegebenheiten im jeweiligen Bundesland. In jedem Bundesland sind zusätzliche Polizeikräfte kommandiert. Sowohl zusätzliche Kräfte der Einsatzeinheit, der Bereitschaftseinheit, der Schnellen Interventionsgruppe, der Diensthundeeinheit, sowie Polizistinnen und Polizisten in Zivil kommen zum Einsatz. Die Aufklärung der Lage des Geschehens vor Ort erfolgt durch den Einsatz von Drohnen. Die Lagebeurteilung erfolgt unter Berücksichtigung aktueller terroristischer Bedrohungen. Dazu zählt auch die Recherche in sozialen Netzwerken durch die Landeskriminalämter und die Landesämter für Verfassungsschutz. In der Silvesternacht werden bundesweit mehr als 1.000 Polizistinnen und Polizisten zusätzlich im Einsatz sein.

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Foto: ©  BMI/Gerd Pachauer

Artikel Nr: 22277 vom Mittwoch, 28. Dezember 2022, 17:00 Uhr
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